Bei sonnigem Wetter erwartete die 18 Genussradler in Bächlingen gleich der anspruchsvollste Anstieg des Tages – hinauf nach Langenburg. Auf der „Hohenloher Ebene“ (diese Bezeichnung kann nicht von einem Radfahrer stammen!) erwartete die Radler eine typische landwirtschaftlich geprägte Landschaft, die sich von der Gegend um Schwäbisch Hall stark unterscheidet. Lange Strecken ging es auf geteerten Radwegen und wenig befahrenen Landsträßchen an Getreidefeldern entlang von Dorf zu Dorf – immer wieder unterbrochen von mehr oder weniger steilen Anstiegen und entsprechenden Gefällstrecken. So ging es die erste Hälfte der Tour über Gerabronn, Blaufelden nach Rot am See. Auf der Weiterfahrt hatte die Radelgruppe ausgesprochenes Glück: sie wurden gerade dort von einem kräftigem Regenschauer überrascht, wo sich eine ausgezeichnete Unterstellmöglichkeit in einem Maschinenschuppen anbot. Auf nassen Straßen ging es weiter nach Wallhausen, wo im „Schwarzen Adler“ ein herzhaftes Mittagessen auf die Radler wartete. Frisch gestärkt ging es dann zu einem kurzen Stopp zur „Anhäuser Mauer“ und kurz danach eine kurze Abfahrt hinunter nach Mistlau. 

Jagstbruecke

Auf dem romantischen Radweg entlang der Jagst führte die weitere Strecke nach Kirchberg hinauf und weiter über Lendsiedel bis Leofels, wo es steil ins Jagsttal bei Hessenau hinunter ging. In Großforst wurden die Strauße auf der dortigen Straußenfarm bestaunt und danach verlief die Strecke recht unspektakulär zum Startort Bächlingen. Dort konnten die inzwischen wieder gut erholten Tourteilnehmer nach einem kurzen Fußbad in der Jagst die kulinarischen Angebote des „Bächlinger Bloozfestes“ genießen – ein wirklich krönender Abschluss nach 61 km Fahrstrecke und über 700 Höhenmetern!

Baechlingen

 

23 Genussradler nutzten am 07.07.2019 die Gelegenheit, den Schiller-Radweg abzuradeln. Der Startpunkt in Marbach lag in direkter Nachbarschaft zu einem Biergarten – schon mal ein guter Hinweis auf den Abschluss nach dem Ende der Tour.

Über Pleidelsheim führte der Weg nach Mundelsheim, danach um die berühmte Neckarschleife bei Hessigheim und schließlich nach Besigheim, fast immer auf gut zu fahrenden Radwegen zwischen Neckar und Weinbergen. Danach radelte die Gruppe die Enz entlang bis Unterriexingen und weiter auf der Höhe nach Markgröningen (siehe Bild), wo die meisten Radler die Gelegenheit nutzten, um sich mit Kaffee oder Eisspezialitäten für die bisherige Strecke zu belohnen.

Gruppe Markgroeningen

Danach ging´s weiter nach Tamm, an Asperg vorbei und nach Eglosheim ins Neckartal hinunter. Kurze Zeit später war Marbach erreicht und nach dem Verladen der Räder wurde der Biergarten gestürmt. Nach 63 km Strecke mit 450 Höhenmetern hatte sich jede(r) eine Stärkung redlich verdient. 

Nach einer wider Erwarten sehr entspannten Autofahrt starteten 15 Genussradler in Reilingen zur „Tour de Spargel“. Teilweise auf dem gleichnamigen Radweg ging es auf größtenteils sehr gut ausgebauten Wegen nach Bruchsal. Nach einem kurzen Besuch im Schloss war die erste Genusspause in einem Café in der Innenstadt angesagt. Anschließend ging es weiter nach Graben/Neudorf zu einem der größten Spargelanbauer der Region. Während des sehr guten Mittagessens (mit Spargel natürlich!) und danach bei einer kurzen Führung durch seinen Betrieb erklärte uns der Chef persönlich alles Wissenswerte über den Spargel – von der Vorbereitung der Felder, den Anbau, die Ernte (dafür werden ca. 300 Erntehelfer eingesetzt!) und die Verarbeitung bis zur Vermarktung.

Bruchsal

Fotostopp im Schloss Bruchsal

Gesättigt vom Essen und den vielen Informationen radelten wir anschließend durch die Rheinebene an Philipsburg vorbei wieder zum Startpunkt zurück – kurz vorher wurde allerdings die Gelegenheit zum Einkauf von Spargel und Erdbeeren ausgiebig genutzt.

Nachdem die Räder verstaut waren, ging´s in das Gasthaus „Zum Löwen“. Mit ausgezeichnetem Essen belohnten sich die Radler für das Durchhalten trotz teilweise deutlich spürbarem „Sitzfleisch“.

Auf den Radcomputern waren stolze 91 km Fahrtstrecke zu lesen; die Strecke stellte aber mit weniger als 400 Höhenmetern auch für die „Nicht-Stromer“ keine Herausforderung dar – eher die Kontaktfläche zwischen Radler und Sattel. Das Wetter: ideales Radelwetter mit Sonne, Wolken, wenig Gegenwind und angenehmen Temperaturen.

Es war zwar kühl und die Wetter-Apps hatten zeitweise Regen angesagt, aber trotzdem fanden sich 13 Genussradler am Treffpunkt in Michelfeld ein. Mit 3 PKWs fuhren wir nach Bietigheim-Bissingen, um am dortigen Bahnhof die Tour zu starten.

Nach einigen Kilometern auf der Hochfläche ging es bei Großsachsenheim zügig abwärts ins Tal der Metter, die uns bis Schützingen begleitete. In der dortigen Pizzeria konnten wir uns aufwärmen und mit leckeren Pizzen für den kurz darauffolgenden Anstieg stärken.

Gruppe Mettertal

Nach einer längeren Steigung ging´s einige Zeit auf einem schönen Waldweg an mehreren Seen vorbei nach Illingen (das unterwegs vorgesehene Picknick musste wegen des regnerischen Wetters leider vorher abgesagt werden).

Immer auf der Höhe über der Enz radelten wir nach Vaihingen und dann kurz vor Großsachsenheim steil in das Enztal hinunter, wo in Bissingen ein schönes Cafe mit Terrasse zum Einkehrschwung einlud. Tatsächlich zeigte das Thermometer 14 Grad an, die Sonne schien kurz, und wir konnten unseren Kaffee im Freien genießen!

Einige Kilometer später hatten wir den Parkplatz erreicht und machten uns nach dem üblichen Belade-Ritual auf den Heimweg nach Michelfeld.

Die Strecke war exakt 55 km lang und mit nur 550 Höhenmetern auch für „Nicht-Stromer“ gut zu radeln.

15 optimistische Genussradler starteten bei kaltem und regnerischem Wetter zur Saisoneröffnungsfahrt ins Restaurant Kultura in Öhringen. Bereits nach wenigen Kilometern Fahrt zwang ein kräftiger Hagelschauer die Gruppe zur Umkehr – allerdings nur bis Erlin, wo unter Scheunendächern das Ende des Unwetters abgewartet wurde. Danach ging´s weiter durch den Wald bis auf Höhe von Witzmannsweiler – immer begleitet von einer zentimeterdicken Hagelschicht am Weg. Auf der weiteren Strecke über Schuppach, Untersteinbach und Cappel bis Öhringen drohten immer wieder dunkle Regenwolken, die sich aber zurückhielten, bis die Radelgruppe das Ziel, das mongolische Restaurant in der Kultura, erreicht hatten. Nach dem ausgezeichneten Mittagessen wurde noch eine kurze zusätzliche Genusspause mit Kaffee eingeschoben, um das Ende eines Regenschauers abzuwarten.

Mit frischer Energie verließen die Genussradler auf einem Radweg nördlich der Bahnschienen die Stadt. Bei einem kurzen Fotostopp an einer Limesturm-Ruine mit toller Aussicht über die Hohenloher Ebene waren alle sehr gut gelaunt; immerhin war die Temperatur bis über die 10 Grad-Marke gestiegen…

Gruppe Limes

Die weitere Strecke führte über Cappel auf dem Burgen-Radweg nach Neuenstein und danach am Nordrand der Waldenburger Berge am Bahnhof Waldenburg vorbei über Löcherholz, Beltersrot und Wackershofen nach Michelfeld zurück.

Wider Erwarten waren alle trocken geblieben – die recht niedrigen Temperaturen störten angesichts der 60 km langen Strecke mit  insgesamt 780 Höhenmetern nicht wirklich.

Als Einstieg in die Radsaison 2019 nutzten etliche Genussradler die Gelegenheit, bekannte Techniken zur Fahrsicherheit und Fahrtechnik zu üben und neue Erfahrungen in diesen Bereichen zu sammeln. Im Rahmen einer regulären Radtreff-Ausfahrt wurde besonders das Fahren auf Schotter und etwas schlechteren Wegen geübt. Die Teilnehmer nutzten ausgiebig die Gelegenheit, unter Anleitung eines ausgebildeten Radtreffleiters sicherheitsrelevante Dinge wie dosiertes Bremsen, Anfahren am Berg, Wenden auf schmalen Wegen, richtige Geschwindigkeit bei verschiedenen Untergründen usw. zu trainieren. Ziel des Events war, die eigenen Fähigkeiten beim Radfahren und den sicheren Umgang mit dem Rad zu verbessern und künftig ohne unnötige Angst auch auf etwas schwierigeren Wegen unterwegs sein zu können.

In der Zwischenzeit war am Kelterbuckel bei Westheim, dem Ziel der Ausfahrt, von Frau Stefanie Höttges, einer sehr engagierten Mitarbeiterin der AOK Heilbronn-Franken, ein Stand mit Getränken, Obst und einigen "Give-aways" aufgebaut worden. Zur Belohnung für ihre sehr aktive Mitarbeit konnten sich die Radler dort ausgiebig stärken und über ihre Erlebnisse und Eindrücke bei den Übungen diskutieren. Für viele war erfreulicherweise das Training ein Anreiz, selbst noch weiter zu üben...

Kelterbuckel

Da einige Mitradler zum Abschluss der Veranstaltung noch den Wunsch äußerten, noch mehr Tipps zur Ergonomie beim Radeln zu bekommen, wurde vereinbart, zeitnah (ebenfalls während eines regelmäßigen Radtreffs) speziell dieses Thema noch zu vertiefen.