Ein Herbsttag wie aus dem Bilderbuch war der Sonntag, der 13.10.2019. Sommerliche Temperaturen und Sonne lockten viele Menschen nach draussen. So auch 15 Genussradler des TTC Gnadental.

Wir starteten in Flein und radelten entlang des Deinenbachtals dem Neckar entgegen. Über Nordheim - Nordhausen - Stockheim und Brackenheim ging es nach Meimsheim zur Mittagspause. Im "Besenkeller" des Weingutes Kern-Schaufler genossen wir hauseigene Weine und deftige Köstlichkeiten der Küche. Weiter ging es dann nach Hausen a. d. Zaber. Dort bestaunten wir die Jupitergigantensäule und fuhren dann in die Hölderlinstadt Lauffen am Neckar. Nach einer kleinen Erfrischung mit Eis, Kaffee ..... ging es am Neckar entlang zurück nach Heilbronn-Sontheim und wieder entlang des Deinenbach nach Flein. Nach Verladen der Fahrräder und einer genussvollen Stärkung im „Krügle“ ging es nach einem herrlichen Radeltag nach Hause.

Gruppe Lauffen

Drei in vielerlei Hinsicht ereignisreiche Tage  erlebten die 19 mitradelnden Genussradler in der Gegend um Bad Windsheim.

Bereits kurz nach der Ankunft begann die erste Tagestour nach Neustadt/Aisch – incl. einem reichhaltigen Mittagessen in der historischen „Kohlenmühle“. Kurz nach dem Aufbruch wurde die Gruppe in den Weinbergen von Ipsheim von einem sehr kompetenten und humorvollen Guide zu einer geführten Tour durch die Weinberge (mit Weinverkostung in der „Höll“ und in einer kleinen Weinbergskapelle) erwartet. Seitdem wissen wir, dass in Ipsheim die Weingläser im Uhrzeigersinn geschwenkt werden....

Gruppe Ipsheim

Der nächste Tag führte uns auf Radwegen und Landstraßen nach Reichelshofen – natürlich erst zu einem schmackhaften Mittagessen im Brauereigasthof „Landwehrbräu“  -  und danach in ein kleines privates Eisenbahnmuseum mit dem Schwerpunkt „Sankt Gotthardbahn“, wo auf einer riesigen Fläche die Gebirgszüge, Landschaften und Dörfer originalgetreu aufgebaut waren – das Lebenswerk des betagten Besitzers. 

Zuerst auf Radwegen, später kilometerweit auf unbefestigten Wiesenpfaden ging´s nach der Besichtigung weiter nach Bad Windsheim, wo der Seniorchef der „Brauerei Döbler“ auf uns wartete. Nach einer kurzen theoretischen (aber sehr launigen!) Einführung in die Braukunst ging es zu einem Rundgang durch die kleine, handwerklich geführte Brauerei und danach zur verdienten Bierprobe in der warmen Gaststube – ein echter Genuss nach der Radtour mit durchschnittlich 8 Grad Celsius und dem Kühlraum mit 2 Grad!

Nach dem Abendessen im Hotel besuchten viele das benachbarte Thermalbad, während andere in einer Weinstube die heimischen Weine testeten...

Nachdem am Samstagmorgen die Räder verladen waren, ging´s mit den Autos nach Neustadt/Aisch zum Besuch des „Aichtaler Karpfenmuseums“. Wir hatten eigentlich außer ein paar alten Bildern von noch älteren Karpfen nicht viel erwartet, erhielten aber von unserem Museumsführer sehr viele neue und interessante Informationen und Details über die jahrtausende alte Teichwirtschaft, die noch heute sehr traditionsbewusst und mit viel harter Handarbeit betrieben wird.

Zu unserer Überraschung entpuppte sich der sehr kompetente und engagierte Museumsführer auch als ausgebildeter Reiseführer. Mit den Autos ging´s erst nach Dachsbach, wo später das Abendessen eingenommen werden sollte, und dann mit den Rädern in das Karpfenland Aischgrund. Die Landschaft wird geprägt von über 7000 Weihern, die den Aischgrund zur größten zusammenhängenden Weiherlandschaft Europas machen. Es war faszinierend, über die schmalen Dämme zwischen den Weihern zu radeln, immer wieder unterbrochen von Zwischenstopps an interessanten Punkten und fachkundigen Informationen von unserem mitradelnden „Reiseleiter“. Für viele auch ein Novum: die Strecke verlief über mehrere Hundert Meter als Trail über Stock und Stein durch den Wald, bis schließlich das schön an einem Badesee gelegene rustikale Gasthaus „Forsthaus“ erreicht war. 

Nach dem vorzüglichen Mittagessen radelten wir auf dem Uehlfelder Karpfenradweg durch die Seenlandschaft nach Dachsbach zurück. Zum Abendessen probierten (fast) alle noch eine der vielen angebotenen Karpfen-Spezialitäten, bevor sich die meisten auf den Rückweg nach Michelfeld machten. Einige nutzten die Gelegenheit, noch ein paar Tage zu bleiben und die geschichtsträchtige Region noch weiter zu erradeln.

Ein typische Genießertour bei herrlichem Wetter erlebten die Genussradler in der Region zwischen Heilbronn und Mosbach. Gleich nach dem Start in Möckmühl waren schon mehrere längere Steigungen zu bezwingen und auch im weiteren Verlauf ging´s in ständigem Auf und Ab an vielen Sonnenblumen- und Zuckerrübenfeldern vorbei über Billigheim nach Sulzbach und schließlich ins Neckartal bei Neckarzimmern. Dort wurde der Fluss auf einer Schleuse hoch über der Wasseroberfläche überquert. 

Hornberg

Damit waren aber auch die Steigungen zu Ende und es ging flach am Neckar entlang mit Blick auf bekannte Burgen wie Hornberg, Horneck und Guttenberg nach Gundelsheim. In einem rustikalen Lokal genossen die Radler die erste Pause und leckeres Essen. Vorbei an Offenau (wo in der „Zuckerfabrik“ der Südzucker AG aus Zuckerrüben Zucker gewonnen wird) und Duttenberg ins Jagsttal. Auf dem Kocher-Jagst-Radweg war bald Neudenau erreicht, wo gerade ein lokales Oldtimerfest (Motorräder und Traktoren) gefeiert wurde. An einem Verkaufsstand der Landfrauen mit selbstgebackenem Kuchen und Kaffee kamen wir natürlich nicht vorbei!

Satt und zufrieden radelte die kleine Gruppe weiter auf dem Radweg der idyllischen Jagst entlang nach Möckmühl zurück. Nach einer weiteren Genusspause im Württemberger Hof ging´s mit den PKW zurück nach Michelfeld.

Laut Navi waren 63 Kilometer mit 540 Höhenmetern geradelt worden -  mit immerhin 3 Genusspausen!

Sehr „durchwachsenes“ Wetter hatten sich 26 Genussradler zu ihrer 3-tägigen Ausfahrt im Allgäu herausgesucht. Am Donnerstag wechselten sich auf der Fahrt vom Hotel in Blaichach nach Oberstdorf starker Regen und leichter Sonnenschein ständig ab. Trotzdem – die Führung um und in der Schiflugschanze (eine von nur 5 weltweit!) war für alle sehr interessant und viele werden die Fernsehübertragungen der nächsten Wettbewerbe auf dieser Schanze mit ganz anderen Augen sehen... Der Blick vom Schanzentisch über die eigentliche Schanze auf den optisch eher kurzen Auslauf war schon sehr beeindruckend. 

Nach der ebenfalls verregneten Rückfahrt genossen die Radler das ausgezeichnete und reichhaltige Buffet umso mehr.

Am 2. Tag stand ein Besuch in Kempten auf dem Programm – aber die Durchführung der Fahrt war bis kurz vor dem Ende des Frühstücks gar nicht sicher. Es regnete in Strömen. Pünktlich zur geplanten Abfahrtszeit hatte der Spuk ein Ende und die Sonne setzte sich durch! Bei idealem Radelwetter ging´s auf dem sehr ruhigen und romantischen Iller-Radweg eben aber wegen der vielen Pfützen eher in Schlangenlinien nach Kempten.  

Rathaus Kempten

Bei einer sehr lehrreichen und interessanten Führung durch die Kaffeerösterei und Kaffeemanufaktur Weber erfuhren die Radler viel Wissenswertes über den Anbau, den Handel und vor allem über die Verarbeitung der Kaffeebohnen. 

Roesterei Kempten

Der Rückweg verlief in ständigem Auf und Ab auf landschaftlich sehr reizvollen Landsträßchen und an Seen vorbei auf kürzestem Weg nach Blaichach – allerdings unterbrochen durch eine kurze Kaffeepause und einen Plattfuß.

Am letzten Tag stand eine Umrundung des Gründten auf dem Programm. Bereits nach einer kurzen Einradelstrecke wurden die Radler - natürlich vor allem die nicht motorisierten – kräftemäßig richtig gefordert. Kilometerweit ging es auf Rad- und Wanderwegen bis zur Dreiangelhütte ständig bergauf - mit Steigungen bis zu 20 %. Der nächste Teil der Strecke bis zum Ziel in Rettenberg verlief erst weiter leicht bergauf und später auf einer wenig befahrenen Straße ständig bergab. Dort wartete der Höhepunkt des Tages in Form einer sehr interessanten Brauereiführung bei der Brauerei Zöttler mit obligatorischer Bierprobe auf die Radler. Über das Alter der Brauerei staunten alle: sie wurde im Jahr 1447 gegründet und befindet sich seitdem ununterbrochen in Familienbesitz – mittlerweile in der 21. Generation.  

Nach ein paar Brezeln zur Stärkung ging es mit vollen Mägen fast nur eben und leicht bergab nach Blaichach und dann die letzte dicke Steigung zum Hotel Kühbergalp hinauf. Die Räder waren dann schnell verladen und die Rückreise konnte angetreten werden.

Bei sonnigem Wetter erwartete die 18 Genussradler in Bächlingen gleich der anspruchsvollste Anstieg des Tages – hinauf nach Langenburg. Auf der „Hohenloher Ebene“ (diese Bezeichnung kann nicht von einem Radfahrer stammen!) erwartete die Radler eine typische landwirtschaftlich geprägte Landschaft, die sich von der Gegend um Schwäbisch Hall stark unterscheidet. Lange Strecken ging es auf geteerten Radwegen und wenig befahrenen Landsträßchen an Getreidefeldern entlang von Dorf zu Dorf – immer wieder unterbrochen von mehr oder weniger steilen Anstiegen und entsprechenden Gefällstrecken. So ging es die erste Hälfte der Tour über Gerabronn, Blaufelden nach Rot am See. Auf der Weiterfahrt hatte die Radelgruppe ausgesprochenes Glück: sie wurden gerade dort von einem kräftigem Regenschauer überrascht, wo sich eine ausgezeichnete Unterstellmöglichkeit in einem Maschinenschuppen anbot. Auf nassen Straßen ging es weiter nach Wallhausen, wo im „Schwarzen Adler“ ein herzhaftes Mittagessen auf die Radler wartete. Frisch gestärkt ging es dann zu einem kurzen Stopp zur „Anhäuser Mauer“ und kurz danach eine kurze Abfahrt hinunter nach Mistlau. 

Jagstbruecke

Auf dem romantischen Radweg entlang der Jagst führte die weitere Strecke nach Kirchberg hinauf und weiter über Lendsiedel bis Leofels, wo es steil ins Jagsttal bei Hessenau hinunter ging. In Großforst wurden die Strauße auf der dortigen Straußenfarm bestaunt und danach verlief die Strecke recht unspektakulär zum Startort Bächlingen. Dort konnten die inzwischen wieder gut erholten Tourteilnehmer nach einem kurzen Fußbad in der Jagst die kulinarischen Angebote des „Bächlinger Bloozfestes“ genießen – ein wirklich krönender Abschluss nach 61 km Fahrstrecke und über 700 Höhenmetern!

Baechlingen

 

23 Genussradler nutzten am 07.07.2019 die Gelegenheit, den Schiller-Radweg abzuradeln. Der Startpunkt in Marbach lag in direkter Nachbarschaft zu einem Biergarten – schon mal ein guter Hinweis auf den Abschluss nach dem Ende der Tour.

Über Pleidelsheim führte der Weg nach Mundelsheim, danach um die berühmte Neckarschleife bei Hessigheim und schließlich nach Besigheim, fast immer auf gut zu fahrenden Radwegen zwischen Neckar und Weinbergen. Danach radelte die Gruppe die Enz entlang bis Unterriexingen und weiter auf der Höhe nach Markgröningen (siehe Bild), wo die meisten Radler die Gelegenheit nutzten, um sich mit Kaffee oder Eisspezialitäten für die bisherige Strecke zu belohnen.

Gruppe Markgroeningen

Danach ging´s weiter nach Tamm, an Asperg vorbei und nach Eglosheim ins Neckartal hinunter. Kurze Zeit später war Marbach erreicht und nach dem Verladen der Räder wurde der Biergarten gestürmt. Nach 63 km Strecke mit 450 Höhenmetern hatte sich jede(r) eine Stärkung redlich verdient.